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Top 10 Lithiumproduzenten weltweit

Top 10 Lithiumproduzenten

Aktualisiert: August 2026 – Produktionsstatistiken basieren auf den neuesten verfügbaren Daten aus 2024.

Lithium gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Energiewende und hat in den vergangenen Jahren weltweit stark an Bedeutung gewonnen. Das leichte Metall besitzt besondere elektrochemische Eigenschaften und ist vor allem für die Herstellung moderner Lithium-Ionen-Batterien unverzichtbar. Daneben wird Lithium unter anderem in der Glas- und Keramikindustrie, für Schmierfette, in der Metallurgie sowie bei verschiedenen chemischen Anwendungen eingesetzt.

Besonders stark wächst die Bedeutung von Lithium durch die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs und den Ausbau erneuerbarer Energien. Elektroautos, Smartphones, Laptops, Elektrowerkzeuge und stationäre Batteriespeicher benötigen leistungsfähige Akkumulatoren, in denen Lithium eine zentrale Rolle spielt. Der Ausbau von Speicherkapazitäten für Solar- und Windenergie dürfte die Nachfrage nach dem Rohstoff zusätzlich erhöhen.

Lithium wird nicht als reines Metall aus dem Boden gewonnen, sondern kommt in verschiedenen lithiumhaltigen Mineralien und salzhaltigen Lösungen vor. Zu den wichtigsten mineralischen Quellen zählen unter anderem Spodumen, Petalit und Lepidolith. In Ländern wie Australien und Simbabwe wird Lithium überwiegend aus Gesteinen gewonnen, während Chile und Argentinien ihre Lagerstätten vor allem über lithiumhaltige Solen in Salzseen nutzen. Nach der Gewinnung wird das Lithium zu Produkten wie Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid weiterverarbeitet, die unter anderem für die Batterieproduktion benötigt werden.

Die größten Lithiumvorkommen konzentrieren sich auf mehrere bedeutende Rohstoffregionen der Erde. In Australien und Teilen Afrikas dominieren lithiumhaltige Hartgesteine, während die großen Salzseen der Anden in Südamerika besonders reich an Lithiumsolen sind. Zu den wichtigsten Förderländern gehören deshalb Australien, China, Chile, Simbabwe und Argentinien. Gleichzeitig gewinnen Länder wie Brasilien, Kanada, Nigeria und die USA durch neue Projekte zunehmend an Bedeutung.

Hinweis: Die Produktionsdaten werden als Lithium (Li₂O-Gehalt) angegeben.

RangLandProduktion (in tausend Tonnen)
1Australien230
2China126
3Chile123
4Simbabwe51
5Argentinien29
6Brasilien25
7Kanada10
8USA1,4
9Nigeria1
10Südafrika1

1. Australien

Produktionsmenge: 230 tausend Tonnen

Australien ist der weltweit führende Lithiumproduzent und gewinnt den Rohstoff überwiegend aus Hartgesteinslagerstätten. Die mit Abstand wichtigste Förderregion ist Western Australia, wo sich mehrere große Lithiumminen befinden. Zu den bekanntesten zählen Greenbushes, Pilgangoora, Wodgina und Mt Marion. Australien ist damit insbesondere auf die Gewinnung von lithiumhaltigem Spodumen spezialisiert.

Wichtige Förderregionen: Western Australia, insbesondere die Regionen Pilbara und Goldfields.

Verwendung: Ein großer Teil des geförderten Materials wird als Spodumenkonzentrat exportiert und anschließend vor allem in Asien zu Lithiumchemikalien für Batterien weiterverarbeitet. China ist dabei ein besonders wichtiger Abnehmer australischer Lithiumexporte.

Besonderheiten: Weltweit führender Lithiumproduzent, bedeutendster Standort für die Förderung aus Hartgestein, Greenbushes zählt zu den größten und produktivsten Lithiumminen der Erde.

2. China

Produktionsmenge: 126 tausend Tonnen

China gehört sowohl bei der Förderung als auch bei der Weiterverarbeitung von Lithium zu den weltweit führenden Ländern. Lithium wird aus verschiedenen Lagerstättentypen gewonnen, darunter lithiumhaltige Solen und Hartgesteine. Gleichzeitig besitzt China eine außergewöhnlich große industrielle Verarbeitungskapazität und spielt eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Lithiumchemikalien und Batterien.

Wichtige Förderregionen: Jiangxi, Sichuan, Qinghai und Tibet.

Verwendung: Lithium wird vor allem innerhalb der umfangreichen chinesischen Batterieindustrie eingesetzt. Das Land verarbeitet den Rohstoff zu Lithiumverbindungen und nutzt diese unter anderem für Batterien von Elektrofahrzeugen und stationären Energiespeichern.

Besonderheiten: Bedeutender Produzent und zugleich weltweit führendes Zentrum der Lithiumverarbeitung, große heimische Batterieindustrie, verschiedene Quellen von Lithiumsolen bis zu Hartgesteinslagerstätten.

3. Chile

Produktionsmenge: 123 tausend Tonnen

Chile zählt zu den wichtigsten Lithiumproduzenten der Welt und verfügt über besonders hochwertige Lithiumsolen. Die Förderung konzentriert sich vor allem auf den Salar de Atacama in der Region Antofagasta. Anders als bei den australischen Hartgesteinsminen wird das Lithium hier aus stark lithiumhaltiger Sole gewonnen und anschließend zu Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid verarbeitet.

Wichtige Förderregionen: Region Antofagasta, insbesondere der Salar de Atacama.

Verwendung: Der größte Teil des gewonnenen Lithiums wird zu hochwertigen Lithiumchemikalien verarbeitet, die anschließend vor allem in der internationalen Batterieindustrie eingesetzt werden.

Besonderheiten: Einer der weltweit bedeutendsten Produzenten von Lithium aus Sole, sehr hohe Lithiumkonzentrationen im Salar de Atacama, Förderung durch große internationale Produzenten und starke Bedeutung der Lithiumchemie für den Export.

4. Simbabwe

Produktionsmenge: 51 tausend Tonnen

Simbabwe hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Lithiumproduzenten Afrikas entwickelt. Die Förderung basiert hauptsächlich auf lithiumhaltigen Pegmatiten, aus denen unter anderem Spodumen und Petalit gewonnen werden. Besonders stark ist die Produktion seit dem Ausbau großer Bergwerke wie Arcadia und Bikita gestiegen. 

Wichtige Förderregionen: Manicaland, Masvingo und die Umgebung von Harare.

Verwendung: Das geförderte Lithium wird überwiegend als Erz oder Konzentrat für die internationale Weiterverarbeitung bereitgestellt und anschließend insbesondere für Lithiumchemikalien und Batterien verwendet.

Besonderheiten: Einer der am schnellsten wachsenden Lithiumproduzenten weltweit, bedeutender neuer Förderstandort Afrikas, starke Investitionen aus China und mehrere große Hartgesteinslagerstätten.

5. Argentinien

Produktionsmenge: 29 tausend Tonnen

Argentinien besitzt gewaltige Lithiumressourcen und ist ein wichtiger Bestandteil des südamerikanischen Lithiumdreiecks. Die Förderung konzentriert sich auf die hoch gelegenen Salzseen der Anden, insbesondere in den Provinzen Salta, Jujuy und Catamarca. Dort wird lithiumhaltige Sole aus den Salaren gewonnen und zu Lithiumverbindungen weiterverarbeitet.

Wichtige Förderregionen: Salta, Jujuy und Catamarca.

Verwendung: Lithium wird vor allem zu Lithiumcarbonat und zunehmend auch zu Lithiumhydroxid verarbeitet. Diese Produkte dienen insbesondere als Ausgangsstoffe für Batteriematerialien.

Besonderheiten: Teil des weltweit bedeutendsten Lithiumgebiets in den Anden, große Ressourcen in mehreren Salzseen, zahlreiche neue Projekte und stark zunehmende Investitionen in die Lithiumindustrie.

6. Brasilien

Produktionsmenge: 25 tausend Tonnen

Brasilien verfügt über bedeutende Lithiumlagerstätten und hat seine Stellung als Produzent in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Die Förderung konzentriert sich vor allem auf Minas Gerais, insbesondere auf das Jequitinhonha-Tal im Norden und Nordosten des Bundesstaates. Dort wird Lithium aus Hartgestein gewonnen und als hochwertiges Lithiumkonzentrat für den internationalen Markt aufbereitet.

Wichtige Förderregionen: Minas Gerais, insbesondere das Vale do Jequitinhonha.

Verwendung: Ein erheblicher Teil der Förderung wird als Lithiumkonzentrat exportiert. Daneben wird zunehmend in die Verarbeitung und den Ausbau einer eigenen Lithium-Wertschöpfungskette investiert.

Besonderheiten: Bedeutendster Lithiumproduzent Südamerikas außerhalb des Andenraums, stark wachsender Bergbausektor in Minas Gerais und bedeutende Lithiumvorkommen im Jequitinhonha-Tal.

7. Kanada

Produktionsmenge: 10 tausend Tonnen

Kanada verfügt über umfangreiche Lithiumvorkommen und hat in den vergangenen Jahren mehrere bedeutende Bergbauprojekte entwickelt. Die Förderung konzentriert sich vor allem auf Québec und Manitoba, wo Lithium überwiegend aus Hartgestein gewonnen wird. Kanada verfolgt außerdem den Ausbau einer stärker integrierten Lieferkette von der Gewinnung des Rohstoffs bis zur Verarbeitung für die Batterieindustrie.

Wichtige Förderregionen: Québec und Manitoba.

Verwendung: Lithium wird für die internationale Batterieindustrie bereitgestellt und soll zunehmend auch innerhalb Nordamerikas weiterverarbeitet werden.

Besonderheiten: Große Lithiumressourcen, zahlreiche Projekte in der Entwicklung und strategische Bedeutung für die nordamerikanische Versorgung mit Batterierohstoffen.

8. USA

Produktionsmenge: 1,4 tausend Tonnen

Die Vereinigten Staaten verfügen über umfangreiche Lithiumressourcen, deren wirtschaftliche Nutzung bisher jedoch vergleichsweise begrenzt ist. Die kommerzielle Förderung konzentriert sich traditionell auf die Silver-Peak-Lagerstätte in Nevada, wo Lithium aus Sole gewonnen wird. Gleichzeitig werden zahlreiche weitere Lagerstätten und neue Verfahren zur Lithiumgewinnung untersucht.

Wichtige Förderregionen: Nevada, insbesondere Esmeralda County.

Verwendung: Das gewonnene Lithium wird vor allem zu Lithiumverbindungen verarbeitet, die unter anderem für die Herstellung von Batteriematerialien verwendet werden. Angesichts der wachsenden amerikanischen Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie soll die heimische Versorgung in Zukunft deutlich ausgebaut werden.

Besonderheiten: Große heimische Lithiumressourcen bei bislang vergleichsweise geringer Förderung, Silver Peak als traditionsreicher Lithiumförderstandort, zahlreiche neue Projekte und starke staatliche Förderung für den Ausbau einer eigenen Batterie-Wertschöpfungskette.

9. Nigeria

Produktionsmenge: 1 tausend Tonnen

Nigeria entwickelt sich zu einem neuen Lithiumstandort in Westafrika. Der Rohstoff kommt dort vor allem in lithiumhaltigen Pegmatitgesteinen vor, die teilweise im klein- und handwerklichen Bergbau abgebaut werden. Bedeutende Vorkommen wurden unter anderem in Nasarawa, Kogi, Ondo, Osun, Zamfara und weiteren Bundesstaaten nachgewiesen.

Wichtige Förderregionen: Nasarawa, Kogi, Ondo, Osun und Zamfara.

Verwendung: Das geförderte Lithium wird überwiegend als mineralisches Rohmaterial für die Weiterverarbeitung und den Export bereitgestellt. Gleichzeitig entstehen im Land erste Anlagen zur Verarbeitung lithiumhaltiger Erze.

Besonderheiten: Aufstrebender Lithiumproduzent Westafrikas, zahlreiche Pegmatitvorkommen, bedeutender Anteil des Abbaus durch kleinere Bergbaubetriebe und zunehmende Investitionen in die lokale Verarbeitung.

10. Südafrika

Produktionsmenge: 1 tausend Tonnen

Südafrika ist bislang ein kleiner Lithiumproduzent, verfügt jedoch über interessante lithiumhaltige Pegmatitvorkommen. Besonders bekannt ist das Blesberg-Projekt in der Provinz Northern Cape, wo Lithium gemeinsam mit weiteren seltenen und begehrten Metallen vorkommt. Der Lithiumsektor des Landes befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Wichtige Förderregionen: Northern Cape, insbesondere die Region um Blesberg.

Verwendung: Lithiumhaltige Konzentrate können zu Lithiumverbindungen verarbeitet werden, die unter anderem für die Herstellung von Batteriekathoden verwendet werden. Daneben bieten die pegmatitischen Lagerstätten Möglichkeiten zur Gewinnung weiterer Begleitmetalle.

Besonderheiten: Noch relativ geringe Lithiumproduktion, bedeutende lithiumhaltige Pegmatitvorkommen, Lithium tritt teilweise gemeinsam mit Tantal und weiteren wertvollen Rohstoffen auf, wodurch die Lagerstätten für die Gewinnung mehrerer Rohstoffe interessant sind.

Quelle: World Mining Data, 2024

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